Zurück

VisualEIB - Die Idee

Diplomarbeit

Ich stand im Jahre des Herrn 2003 vor meiner Diplomprüfung zum Diplom-Ingenieur Elektrotechnik am Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e.V. in Oldenburg – kurz bfe - , wobei meine offizielle FH die Private Fachhochschule Vechta/Diepholz war. Mein Wunsch war es, meine Kenntnisse in C/C++ anzuwenden und ein Programm zu schreiben. Zu meinem bis dahin schon unverschämten Glück gesellte sich der Umstand, daß das bfe für seine hausinterne EIB-Anlage eine Visualisierung suchte. Es wurde schon viel gesteuert, aber bei den vielen Möglichkeiten, kamen viele, viele, sehr viele Taster in allen Ecken dabei heraus. Im Vortragssaal hatte selbst der Hausmeister Probleme, die richtige Taste für die richtige Funktion zu finden. Aber alle Möglichkeiten der Visualisierung waren zu dem Zeitpunkt nicht zufriedenstellend. Entweder waren sie zu teuer, zu unflexibel oder einfach nicht kurzfristig einsetzbar. Die Kosten entstanden (und entstehen heute meistens immer noch) durch Lizenzen für Clients, die auf jedem Rechner installiert werden müssen, um die Visualisierung nutzen zu können. Außerdem schließt diese Form der Visualisierung aus, daß ein hausfremder Referent bestimmte Lichtszenen von seinem PC aus steuern kann, weil er die Software nicht installiert hat. Daher entstand die Idee, eine Visualisierung auf Browser-Basis ohne Plug-Ins zu entwickeln. Um das Thema anspruchsvoll genug für eine Diplomarbeit zu machen, sollte die Visualisierung auf einen OPC-Server aufsetzen – wobei ich sagen muß: zu meinem Glück! Denn einen Treiber für den EIB wollte ich nicht unbedingt programmieren. So entstand ein Programm, das auf der einen Seite Client für einen OPC-Server ist, auf der anderen ein Webserver für Workstations.

Veröffentlichung

Zu dem Zeitpunkt der Erstellung hatte sich das bfe einen Sperrvermerk für die Arbeit ausgedungen, weil es das Ergebnis gerne selbst nutzen und weiterverbreiten wollte. Nachdem die Arbeit aber erfolgreich umgesetzt, vorgestellt und geprüft war, verschwand es in den Schubladen da weder Zeit noch Personal vorhanden war, um sich dem Thema zu widmen. Daher wurde nach einiger Zeit der Sperrvermerk aufgehoben und nur deshalb haben Sie, die jetzt diesen Text lesen, und ich das Glück, daß dieses Programm veröffentlicht werden darf. Ich muß zugeben, zwischen diesem Zeitpunkt und jetzt, wo ich diesen Text schreibe, liegen wiederum einige Monate, da auch bei mir Personal und Zeit knapp sind.

Kostenlos abgeben oder verkaufen?

Ich habe mir lange überlegt, ob und wie ich das Programm veröffentliche. Schlußendlich habe ich mich aus mehreren Gründen dafür entschieden, das Programm für den privaten und kleingewerblichen Nutzen kostenfrei abzugeben und bei Wunsch auch den Quelltext herauszugeben. Zum einen bin ich vom Konzept des Opensource überzeugt, zum anderen weiß jeder von uns, wie schwer es ist, einen vernünftigen Kopierschutz zu erstellen, wenn man tatsächlich Geld mit dieser Entwicklung verdienen möchte. Es werden immer Wege und Mittel gefunden, diesen zu umgehen. Außerdem ist die Entwicklung mittlerweile so neu ja auch nicht mehr, da schon einige Zeit zwischen Erstellung und jetziger Veröffentlichung vergangen sind.

Nutzungsrechte

Ich schrieb aber weiter oben "für den privaten und kleingewerblichen Nutzen": Ich möchte nicht, daß großartig Geld mit der Entwicklung verdient wird, das von anderen eingeheimst wird.
Ich denke bei "kleingewerblich" speziell an Handwerksbetriebe, die keine großen Erfahrungen in der Erstellung von Visualisierungen haben, für die kommerzielle Produkte in der Regel viel zu groß sind. Dem Kunden ist schon die Applikation des Tasters zu teuer, da möchte er nicht auch noch einige Hundert oder sogar Tausend Euro für eine Visualisierung und ein oder mehr Client-Lizenzen bezahlen. Da es auch gerade der Neubau ist, den er ausrüstet, hat er neben dem Willen auch die Möglichkeit oft gar nicht, das Geld zu bezahlen. Daher ist diese Lösung optimal: Der Handwerker kann die Visualisierung ohne Vorkenntnisse erstellen, er braucht nur ein wenig HTML zu können, was ihm aber ja oftmals auch schon ein Editor abnimmt. Zudem kann der Hausherr jederzeit, wenn ihm danach ist, die Seiten umgestalten, was bei kommerziellen Produkten in der Regel überhaupt nicht funktioniert. Sollen aber von Firmen größere Projekte realisiert werden, ist auch etwas Geld – sozusagen als Aufmerksamkeit – für den Autor übrig, so hoffe ich.

Bezug des Programms

Ich möchte kein Kapital daraus schlagen, aber trotzdem die Arbeit, die ich in das Projekt investiert habe, honoriert wissen. Ich bitte Sie deshalb um Verständnis, daß das Programm nicht einfach heruntergeladen werden kann. Schicken Sie mir eine Mail, in der Sie kurz zusammenfassen, wofür Sie das Programm nutzen möchten, und Sie bekommen das Programm zugesandt. Nur auf diese Weise kann ich erkennen, ob es sich um "privaten oder kleingewerblichen Nutzen" handelt. Außerdem hoffe ich, auf diese Weise Rückmeldung über das Programm zu bekommen, denn es interessiert mich natürlich, ob und wofür es eingesetzt wird.

Schlußsatz

Ich hoffe, Sie halten sich noch einige Zeit auf dieser Seite auf und ich kann Sie für das Programm begeistern.
Viel Spaß!


Zurück